Der 65er, auch nicht wurscht!

Ein kurzes Update zu 65er, kein neuer Eintrag, denn sonst würde der Melzer ziemlich unglaubwürdig werden…

 

Hatte sich was tatsächlich gegenüber dem Vorjahr verändert? Als Vergleich diente vom Vorjahr sein Bericht über einen sehr schönen Ausflug nach Heidelberg, siehe Link:
https://www.dermelzerblog.com/2025/06/16/when-i-m-sixty-four-ein-kurzer-melzer-blog/

 

Möchte er sich beschweren? Wohl kaum! Er hat und hatte Freunde (an die "Gegangenen" dachte er wohl und sehr oft...), es ging ihm den Umständen sehr gut, letztlich gab es kein Gejammere, dazu siehe unten...

 

Noch immer wurde wöchentlich die alte, kleine Pendeluhr "aufgedreht", ein Ritual, das der Melzer auf keinen Fall missen möchte, eine der letzten Bastionen des analogen Zeitalters. Und so wird es wohl bis zum Ableben des Sonderbaren bleiben!

 

Wieder war ein Jahr vergangen, nahezu rasend, und wohl kaum hatte sich jemand gedacht, dass ein einzelner Gestörter das Weltgeschehen so bestimmen konnte.

Der Melzer hatte mit Freunden einige ruhige Tage an der nördlichen Adria verbracht, stationiert wie stets im Hotel Savoy in Grado (mittlerweile ein ewiges, wohliges "Heimkommen"...), besucht wurden Venedig, Miramare, Duino und einige Orte rund um die Lagune. Er fungierte sozusagen als Reiseführer für jene, denen die nördliche Adria (bisher) noch fremd gewesen war. Zum Glück gab es noch solche Menschen...

Dennoch, ein paar kurze Eindrücke darüber, wie der Melzer, angekommen im sogenannten "Regelpensionsalter", so „tickte“, inkl. aller Banalität:

 

· Keine Rankings jeglicher Art beachten!

 

. Fehlentscheidungen! Der Melzer trifft sie, vereinzelt nach wie vor!! Man ist jedoch niemals zu alt, um sie zu revidieren, um daraus zu lernen...

 

· Den „Ausstieg“ aus den sozialen Medien zu genießen, ein wunderbarer Nebeneffekt war dabei, dass wesentlich weniger Fake-Mails in den Spamordnern landeten.

 

· Nach wie vor die ehrenamtliche Tätigkeit als „Lesepate“ und „Begleitperson“ in der ehemaligen Volksschule mit Freude und Leidenschaft zu begehen, mittlerweile mehr als 13 Jahre lang. Ein ganz wichtiger Fixpunkt seines späteren Lebens.

 

· Diverse Mittagessen beim Gerstner im Palais Todesco, ein Rahmen, der dem Melzer mehr und mehr gefiel. Der beständig qualitative, dennoch konservative Rahmen, tat ihm gut! Er "wilderte" sozusagen in bürgerlichen Gefilden.

 

· Die Katzen der lieben Nachbarin zu genießen! (Leider war der langjährige Gefährte und Kater einer ebenso lieben Freundin vor kurzem verstorben, aber als ewiges Andenken dient das Profilfoto, auf dem er zu sehen ist.)

 

. Im späten Alter doch noch für sich die "Burg" und ihre wunderbaren SchauspielerInnen zu entdecken.

 

. Rückblickend nie in einen beruflichen "Konkurrenzkampf" verwickelt gewesen zu sein! Einerseits gab es dieses Konkurrenzdenken zu seiner Zeit (noch) nicht, auf der anderen Seite galt für ihn immer das Credo, "lieber ein guter Zweiter, als ein schlechter Erster..."

 

· Den Hinterhofgarten der Liegenschaft zu hegen und zu pflegen.

 

· Gute Musik zu hören, wie etwa Bill Withers, Jonathan Jeremiah, The Kings of Convenience, Madeleine Peyroux, uvm…

 

· Nicht mehr „gut aussehen“ zu müssen, was im Alter ohnehin nicht mehr gelingt, aber dabei dennoch stets auf sich zu achten, sich zu pflegen!

 

· Nicht zu jammern, denn er gehörte zu der Generation der Privilegierten!!!

 

· Haltung, eine Meinung zu bewahren, und diese auch bestmöglich und ohne Besserwisserei an die Nachkommenden weiterzugeben.

 

· Soziale Kontakte mit den Menschen zu pflegen, die einem tatsächlich am Herzen lagen, auch, wenn zwischen den Treffen ein längerer Zeitraum lag.

 

· Neue Kontakte waren jedoch für den Melzer nicht unbedingt von Nöten, zu leicht machten es viel zu viele Verhaltensauffällige beiderlei Geschlechts, die seine misanthropische Ader mehr und mehr anschwellen ließen…

 

UND überdies erfreute es den Melzer sehr, dass im Wohnhaus überproportional viele Menschen konsequente Ö1-Hörer und zahlende AbonnentInnen waren. In so einem Haus darf man sich wohl fühlen!!

Und nach wie vor war auch der rasch alternde Melzer der Meinung, dass man Produkte des Nestlé-Konzerns nicht kaufen sollte, auch bei IKEA sollte es gut überlegt sein. 

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